KiB-Kitaleitungen tauschen sich zum Berliner Bildungsprogramm 3 aus

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Was ist neu am BBP 3 und was bedeutet das für unsere Kitas? Die KiB-Leitungen haben sich mit den Inhalten und ihrer Bedeutung für die pädagogische Praxis auseinandergesetzt.

Das Berliner Bildungsprogramm (BBP) bildet die fachliche Grundlage für die pädagogische Arbeit in den Berliner Kitas. Mit der dritten Fassung wurden Inhalte überarbeitet, Schwerpunkte neu gewichtet und aktuelle Entwicklungen der frühen Bildung stärker berücksichtigt. Was bedeutet das für die Arbeit in unseren Bewegungskindergärten? Damit haben sich die Pädagogische Leitung und die Kitaleitungen von KiB in einer gemeinsamen Themenrunde beschäftigt.

Im ersten Teil der Themenrunde standen der Aufbau des BBP 3 und seine Neuerungen im Mittelpunkt. Besonders deutlich wird die stärkere Gewichtung von Kinderrechten und Kinderschutz. Auch Teilhabe und Inklusion sind nun als übergreifende Querschnittsthemen vorangestellt. „Das begrüßen wir sehr. Diese Themen hatten wir in unseren trägerinternen Standards bereits fest verankert. Dass sie nun auch im BBP 3 einen so klaren Stellenwert erhalten, ist ein wichtiger Schritt“, erklärt Bianca Parschau, Pädagogische Leitung der KiB-Kindergärten.

Besonders erfreulich ist für KiB, dass auch Bewegung im neuen Bildungsprogramm wieder einen höheren Stellenwert erhält. Für die pädagogische Arbeit mit Kindern im frühen Kindesalter ist sie von zentraler Bedeutung. Eine weitere Orientierung bietet das neue Schaubild zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, das Zusammenhänge anschaulich darstellt.

Viele Inhalte sind bei KiB längst verankert

Im zweiten Teil der Themenrunde ging es um die praktische Umsetzung und die Frage, wie gut KiB auf die Anforderungen des neuen Bildungsprogramms vorbereitet ist. Das Ergebnis fiel positiv aus: Viele der im BBP 3 formulierten Ansprüche finden sich bereits in den pädagogischen Standards von KiB wieder. Die Übereinstimmung ist groß.

Für die anwesenden Kitaleitungen war deshalb deutlich, dass sie den beschriebenen Anforderungen in ihrer täglichen Arbeit bereits gut begegnen. Einen grundlegenden Richtungswechsel bedeutet das neue Bildungsprogramm für KiB nicht. Vielmehr bietet es die Gelegenheit, die eigene pädagogische Arbeit noch einmal genauer zu betrachten und qualitative Ansprüche zu überprüfen.

„Es geht jetzt darum, das BBP 3 noch stärker zu durchdringen, sich mit den Inhalten vertraut zu machen und sie bewusst in der Praxis anzuwenden. Gerade bei Detailfragen können wir die Einführung nutzen, um die Qualität unserer Arbeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln“, so Bianca Parschau.

Wissenschaftliche Inhalte in die Praxis übersetzen

Eine Herausforderung sieht Parschau darin, die teilweise stark wissenschaftlich geprägten Formulierungen des BBP 3 für den Kita-Alltag verständlich und greifbar zu machen. Die Inhalte müssen übersetzt und mit der pädagogischen Praxis verbunden werden. Auch die reduzierten Praxisbeispiele werden von den Fachkräften vermisst. Umso wichtiger wird es sein, eigene Beispiele und Erfahrungen aus den Kitas einzubringen.

Dafür wird KiB trägerinterne Methoden zur Erarbeitung des BBP 3 bereitstellen. Die Themen werden außerdem in den verschiedenen trägerinternen Gremien aufgegriffen und dort gemeinsam bearbeitet. Auch in den einzelnen Kitas soll die Auseinandersetzung mit dem Bildungsprogramm auf diese Weise weitergeführt werden.

Das BBP 3 bestätigt viele der pädagogischen Ansätze, die bei KiB bereits gelebt werden. Die gemeinsame Beschäftigung damit ist deshalb vor allem eine Chance, die eigene Arbeit zu reflektieren, fachliche Perspektiven zu schärfen und die Qualität der pädagogischen Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.