Medienbildung im Kindergarten

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Wie die Kita Schlitzer Straße Medienbildung im Alltag umsetzt.

Wie kann Medienbildung im Kindergarten aussehen? Und welche Rolle spielen digitale Medien im pädagogischen Alltag? Mit diesen Fragen hat sich die Kita Schlitzer Straße bei einem Themenelternabend beschäftigt. Rund 20 Eltern waren der Einladung gefolgt.

Das Team gab zunächst einen Einblick in den pädagogischen Alltag und stellte vor, wie die Kita Medienbildung versteht und umsetzt. Dabei ging es nicht darum, digitale Medien besonders hervorzuheben oder zu bewerten. Vielmehr sollte gezeigt werden, welche Möglichkeiten es gibt und wie Kinder im Umgang mit Medien begleitet werden können. Verschiedene Materialien konnten die Eltern auch selbst ausprobieren und kennenlernen.

Die Lebenswelt der Kinder aufgreifen

Medienbildung gehört für die Kita Schlitzer Straße inzwischen ganz selbstverständlich zur frühkindlichen Bildung. Die Lebenswelt von Kindern hat sich verändert. Während Medienbildung früher vor allem mit analogen Medien verbunden war, gehören heute auch Tablet, Smartphone und andere digitale Medien zum Alltag vieler Kinder. Diese Entwicklung lässt sich nicht aufhalten. Für die pädagogische Arbeit bedeutet das, die Lebenswelt der Kinder aufzugreifen und sie gleichzeitig auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Medien eine wichtige Rolle spielen.

Auch im Berliner Bildungsprogramm hat sich die Bedeutung von Medienbildung in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Im ersten Bildungsprogramm wurde sie noch an wenigen Stellen erwähnt. Im BBP2 nimmt sie bereits deutlich mehr Raum ein. Mit dem BBP3, das seit Juni 2026 gilt, ist Medienbildung nun als eigener Bildungsbereich verankert. Dort wird unter anderem von Zukunftskompetenzen gesprochen.

Für die Kita Schlitzer Straße stellt sich deshalb nicht die Frage, ob Kinder Medienbildung erfahren, sondern wie sie dabei begleitet werden können. Dabei geht es sowohl um analoge als auch um digitale Medien.

Digitale Medien als Werkzeuge

Digitale Medien werden in der Kita als Werkzeuge eingesetzt. Kinder können mit ihnen ihre Umwelt erkunden, Fragen nachgehen, Dinge ausprobieren und eigene Ideen umsetzen. Sie lassen sich mit unterschiedlichen Bildungsbereichen verbinden und können zum Beispiel Sprachanlässe schaffen oder zum kreativen Arbeiten anregen. Denn Sprache steckt überall – manchmal auch in einem Roboter.

Wichtig ist dem Team dabei, die Kinder nicht mit den Medien allein zu lassen. Sie brauchen Erwachsene, die Fragen beantworten, gemeinsam ausprobieren und auch Grenzen setzen. Ein bewusster Umgang mit Medien kann dabei helfen, Risiken zu erkennen und gleichzeitig die Möglichkeiten zu nutzen, die digitale Medien bieten.

Das Team der Kita Schlitzer Straße beschäftigt sich deshalb regelmäßig mit dem Thema. Fachkräfte lassen sich unter anderem bei bits21 medienpädagogisch weiterbilden. In Dienstberatungen werden Erfahrungen ausgetauscht und in der Medien-AG wird die Medienbildung der Kita weiterentwickelt. Auch das eigene Medienkonzept ist dort entstanden.

Für die Kinder gibt es immer wieder besondere Angebote. So konnte die Kita beispielsweise die medienbox.kita von BITS 21 ausleihen und eine eigene Medienwoche gestalten.

Reden ist der Schlüssel zum Gelingen

Auch für die Eltern war es an diesem Abend möglich, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn gerade bei digitalen Medien gibt es vieles, was man nicht wissen oder können muss. Es ist genauso in Ordnung, kritisch zu sein oder sich Gedanken zu machen.

Entscheidend ist, miteinander im Gespräch zu bleiben. Denn Reden ist der Schlüssel zum Gelingen. Und so geht die Kita Schlitzer Straße gemeinsam mit den Kindern weiter – mit Neugier, Fragen und dem Anspruch, Medienbildung passend zum Alltag der Kinder zu gestalten.

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